#360 Warum sprechen die letzten 3 Töne auf dem Saxophon so schlecht an?
Viele Saxophonist:innen kennen das Problem: Ganz oben auf dem Instrument kommen die letzten zwei, drei Töne nur gebunden halbwegs verlässlich raus – angestoßen klingen sie oft dünn, gepresst oder gar nicht. Das liegt daran, dass die hohen Töne besonders empfindlich auf Luftführung, Ansatz und Zungenarbeit reagieren. Kleine Fehler, die in der Mitte noch durchgehen, fallen oben sofort auf.
Typische Ursachen:
- Die Luft ist zu langsam oder zu wenig gebündelt.
- Der Ansatz ist zu fest (Kiefer und Lippen verkrampfen).
- Die Zunge drückt zu stark aufs Blatt, statt nur kurz anzutippen.
- Manchmal ist das Blatt zu hart oder das Saxophon nicht ganz dicht.
Die Lösung:
Mit der „Tonsitzübung“ trainierst du gezielt Luft, Ansatz und Artikulation. Dabei spielst du denselben Ton in verschiedenen Oktaven nacheinander und stößt jeden Ton klar an. So gewöhnst du dich daran, hohe Töne sicher anzusprechen.
Kurz-Anleitung für die Tonsitzübung:
- Wähle einen Ton (z.B. G) in tief, mittel und hoch.
- Spiele das Muster tief–mittel–hoch, alle Töne einzeln angestoßen.
- Wiederhole das mehrmals, achte auf gleichmäßigen Luftstrom und lockeren Ansatz.
Wenn gebunden alles klappt, angestoßen aber nicht: Lege den Fokus auf Luft und Zunge! Kommen einzelne Töne mal gut, mal gar nicht, kann auch das Blatt oder eine kleine Undichtigkeit am Instrument die Ursache sein.
Fazit:
Die letzten 3 Töne sind der beste Test für deine Technik. Mit gezieltem Üben und der Tonsitzübung bekommst du sie sicher und sauber hin.
Hier der Link zu den Noten zu Saxophon Essentials mit der Übung „Hohe Töne und Tiefe Töne“. https://my.hidrive.com/share/68m.z70j.3
