#340 Warum zu viel Wissen dich beim Üben blockiert – und wie du wieder Fokus findest

Kennst du das? Du weißt unglaublich viel über ein Thema – vielleicht sogar mehr, als dir guttut – und trotzdem kommst du beim Üben nicht wirklich voran. Du hast dutzende Methoden, Tipps und Übungen im Kopf, aber statt schneller Fortschritte erlebst du Frust und Stillstand. In diesem Beitrag erfährst du, warum zu viel Wissen beim Lernen oder Musizieren kontraproduktiv sein kann und wie du mit klarer Struktur wieder Freude und Erfolg beim Üben findest.
 

Warum zu viel Wissen beim Üben schadet

„Zuviel an Wissen“, das klingt zunächst nach einem Vorteil – doch oft steckt darin auch eine Falle. Wenn du alle „Baustellen“ auf einmal siehst und weißt, woran du alles arbeiten müßtest, führt das zu Überforderung. 
 
Du möchtest alles gleichzeitig verbessern, und verlierst dabei den Fokus beim Üben. Die Folge: Du weißt gar nicht mehr wo du anfangen sollst und kommst nicht mehr in den Flow deiner Übe-Routine. 
 
Stillstand: Ohne Prioritäten verzettelst du dich.
 
Ein Beispiel aus dem Alltag: Viele starten im neuen Jahr mit dem Vorsatz, „super gesund“ zu leben – täglich Sport, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Schlafenszeiten, Meditation. Nach ein paar Tagen ist Schluss, weil der Druck und die Komplexität zu hoch sind.
 
Beim Musizieren passiert dasselbe: Fortgeschrittene Spieler erkennen jede Schwäche – und wollen alles gleichzeitig angehen. Das führt zu Chaos im Übeprozess.
 

Die Lösung: Reduzieren und strukturieren

Das Geheimnis für effizientes Üben lautet: Weniger ist mehr!

 
Teile dein Üben in drei Hauptbereiche:
 
Sound (Einspielübungen)
 
Technik (Tonleitern, Fingerübungen)
 
Repertoire (Stücke, Improvisation, Etüden)
 

Kleine Einheiten statt Überfrachtung! 

Pro Bereich 1–2 Übungen auswählen. Mehr ist unnötig. Dein Hauptteil beim Üben sollte immer Repertoire sein – Musikstücke, die du spielen willst oder brauchst. 

Mein eigener Fehler – und die Erkenntnis

Früher habe ich stundenlang nur Technik geübt – Metronom den ganzen Tag, Tonleitern rauf und runter. Ergebnis: technische Fortschritte, aber wenig musikalische Freude. Heute weiß ich: Technik ist wichtig, aber sie darf nicht den gesamten Übeplan dominieren.
 

Dein Fahrplan zu mehr Fokus beim Üben

  1. Reduziere auf 3 Hauptbereiche.
  2. Wähle pro Bereich maximal 2 Übungen.
  3. Nutze einen Übeplan oder ein Übe-Journal, um Fortschritte zu dokumentieren.
  4. Vermeide den Perfektionismus, der aus zu viel Wissen entsteht.
📥Mein kostenloses Übe-Journal als Download: https://my.hidrive.com/share/g5dit7hxou
 
Fazit:
Zu viel Wissen kann dich blockieren, wenn du es nicht filterst. Mit einem klaren, einfachen Übeplan behältst du den Fokus und machst schneller Fortschritte – egal, ob beim Musizieren oder in anderen Lernprozessen!

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