#129 Vorsicht Perfektionismus

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#129 Vorsicht Perfektionismus

Vorsicht vor Perfektionismus: In diesem Video erkläre ich Dir, warum Perfektionismus beim Üben uns manchmal lähmt uns oft im Wege steht. done is better than perfect Sei es jetzt wenn es darum geht, eine Solotranscription umzusetzen oder eine schwierige Stelle in einem Musikstück, so hindert uns der Perfektionsmus oft daran, Dinge abzuschließen. Voltaire: Das Bessere ist der Feind des Guten Wir sind oft damit beschäftigt, alles perfekt machen zu wollen. Und im Kleinen bedeutet dies: die Solotranskription ist eben nur dann perfekt, wenn Du sie komplett spielen kannst, mit allen Phrasierungs- und Artikulationsanmerkungen und natürlich auch im Originaltempo. Wir wollen Dinge immer abschließen, und erst dann ist es gut in unserer Bewertung. Perfektionismus = die Unfähigkeit, Dinge abzuschließen und die Angst, dass nicht jeder das mag, was man macht. Manchmal ist es wichtiger und bringt Dich eher ans Ziel, wenn Du die Etappe vollendest, statt das große Ganze. D.h. z.B. die Solo Transkription nur in 80% des Tempos zu spielen, statt im Originaltempo; oder nicht das komplette Solo spielen zu können, sondern nur den ersten Chorus.

Und manchmal hilft es auch, Stücke, die nicht zu 100% gelingen wollen, für einen gewissen Zeitraum zur Seite zu legen. Manchmal – Monate später – gelingt es Dir dann das Stück aus unerklärlichen Gründen fehlerfrei zu spielen.

In einer größeren Dimension gedacht fühlen wir uns dann überfordert oder überwältigt, weil nicht nur ein Aspekt bei einem Musikstück nicht funktioniert (siehe Anfang des Beitrags) sondern so viele Dinge unvollendet und dann vor allem auch unsortiert herumliegen. Dies blockiert unser denken und meist sind wir dann in einer Gedankenspirale, die uns nicht weiterbringt.

verschieben…verschieben…verschieben Das macht schlechte Laune und bringt uns nicht weiter. stattdessen: nimm ein leeres Blatt Papier und schreibe alle unvollendeten Dinge/Stücke, etc auf. Es ist sehr wichtig, es einfach aus dem Kopf rauszubekommen. Dann im nächsten Schritt sortiere die Liste nach:

    1. möchte ich vollenden
    1. ist nicht mehr relevant
    1. weiß noch nicht, was damit passieren soll. Diese Auflistung führt Dir direkt vor Augen, wo die Prioritäten liegen. Die Titel oder Themen aus Punkt 1 kannst Du nun nach und nach abarbeiten. Die Aspekte aus Punkt 3 solltest Du nach und nach betrachten, und entscheiden, wie Du zukünftig damit umgehen möchtest: d.h. spielen diese Titel eine Rolle und werden von Dir dauerhaft auch in Deinen Übefahrplan übernommen, oder sind sie nicht mehr relevant?

Nun interessiert mich Deine Meinung, Wie gehst Du mit Perfektionismus um? Was spornt Dich an und was lähmt Dich hier? Schreibe mir gerne Deine Erfahrungen in die Kommentare.

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