#172 6 Tipps um Dein Üben zu verbessern

#172 6 Tipps um Dein Üben zu verbessern

In diesem Video geht es um das Thema Üben. Wenn Du große Fortschritte auf Deinem Instrument machen möchtest, so solltest Du auch die Art Deines Übens optimieren bzw. verbessern. So erreichst Du in kürzerer Zeit Deine Ziele.

6 Strategien um zum besseren Übeerfolg zu gelangen:

  1. liebe häufig und kurz statt selten und lange. Die Wiederholung erzeugt einen starken Lerneffekt, lieber häufige und kürzere Übeeinheiten, statt seltener und dafür länger üben (z.B. lieber 6 x pro Woche 15 Minuten konzentriert üben, statt 1x pro Woche 90 Minuten)

  2. ein klar definiertes Ziel für die konkrete Übe-Session In jeder Übe-Session solltest Du ein klar definiertes Ziel haben. Es muss auf keinen Fall ein großes, langfristiges Ziel sein, sondern es genügen schon kleine “Mikro” Ziele, aber durch die Ziele wird Dein Üben sehr viel zielgerichteter und die Ergebnisse sind direkter sichtbar. Wenn Du z.B. an einer Etude oder einem Spielstück arbeitest, könnte das Mikro-Ziel für die Übesession sein, die ersten 8 Takte sicher und fehlerfrei zu spielen. Dieses Mikro-Ziel ist übersichtlich und auch erreichbar. Wenn Du stattdessen die komplette Etude als Ziel definierst, ist es nicht so wahrscheinlich, dass Du das Ziel in einer Übe Session erreichen kannst. Dadurch, dass Dein Ziel so klar definiert und “eingeschränkt” ist, kannst Du Dich auch mehr darauf konzentrieren und die Gefahr, von der kompletten Etude ein bisschen überfordert oder überwältigt zu sein, wird geringer. Darüber hinaus hält Dich dies Mikro-Ziel auch in der Spur, um Deine langfristigen Ziele zu erreichen, sprich die komplette Etude spielen zu können. Oder aber auch im Bereich Tonleiter und Technikübungen kannst Du an konkreten Stellen arbeiten und so Deine Mikro-Ziele verfolgen, z.B. bei Tonleiter Intervallübungen die schwachen Register isoliert spielen (Beispiel: Tonleiter in Terzen spielen)

  3. Üben im Voraus planen, Übejournal Das Üben im Voraus zu planen ist sehr sinnvoll, denn dadurch weißt Du automatisch, was zu tun ist und vertrödelst nicht unnötig viel Zeit mit unentschlossenem “Rumdaddeln”. Gemeinsam mit Deinem Lehrer (oder auch alleine – wenn Du schon ein bisschen fortgeschrittener bist) kannst Du Deine Ziele formulieren. Kurzfristig (1 – 3 Monate), mittelfristig (6 – 12 Monate) und langfristig (1-2 Jahre) Von dieser Planung ausgehend lassen sich die entsprechenden Ziele für jeden Monat, Woche, Tag, Mikro-Ziele herunterbrechen. In Bezug auf die aktuelle Übe-Session solltest Du darauf achten, möglichst die wichtigsten Aspekte des Übens zu integrieren: Tonübungen, Technikübungen, Belohnungsübungen, Repertoire, musikalische Gestaltung

  4. Überblick behalten – Zeit Management Es ist sehr entscheidend, möglichst alles der oben genannten Aspekte in Dein Üben zu integrieren und nicht sich zu sehr in einem Bereich zu verlieren und dieses zu sehr zu vertiefen. Es macht Sinn, die unterschiedlichen Übe-Bereiche auch zeitlich festzulegen. Hierzu ist es erst einmal entscheidend, überhaupt zu wissen, wie lange Du üben möchtest. Die Gesamtdauer Deines Übens beeinflusst dann schließlich auch die Länge der unterschiedlichen Bereiche. Wenn Du Deine Bereiche klar strukturiert hast, hilft es Dir enorm, in der Spur bzw. im Soll zu bleiben und langfristig Deine Ziele zu erreichen und Du vernachlässigst hierdurch auch nicht einige Bereiche. Beispiel: Zeitplanung für eine Übe-Session 30 Minuten Gesamtdauer:

  • 7 Minuten Long Notes
  • 5 Minuten Belohnungsstück
  • 10 Minuten Tonleiter Übung/Technik Übung
  • 5 Minuten Belohnungsstück
  • 15 Minuten Repertoire, Etude, Musikalität
  • 3 Minuten Belohnungsstück Die Belohnungsstücke sind sehr entscheidend, denn diese Stücke halten die Motivation beim Spielen hoch bringen eine Spaßfaktor. Und Spaß ist sehr entscheidend und wichtig beim Musizieren.
  1. Übejournal – den Fortschritt festhalten, Tempo und Metronom Angaben – Selbstreflexion Ein einfaches Notizbuch genügt, um Dein Üben zu dokumentieren. Hierdurch hast Du immer den genauen Überblick, wo Du gerade stehst, was schon gut funktioniert, was noch mehr Aufmerksamkeit braucht; welche Etude/Spielstück schon in welchem Tempo funktioniert; was gut und was weniger gut funktioniert. Der Zeitaufwand für dieses Übejournal ist gering, aber die Wirkung um so mächtiger. Hier liegt der Schlüssel zur Effizienz, in der Planung und Dokumentation.

  2. Fokus – im Fokus bleiben Das Handy auf Flugmodus stellen um mehr im Fokus zu bleiben und nicht durch Nachrichten und Pop-ups irritieren zu lassen. Übe oft mit Metronom und lasse Dich auch darauf ein. Dein Timing wird sehr positiv davon profitieren. Schaffe Dir ein angenehmes Übe-Umfeld. Richte Dir Deinen Proberaum oder Deine Musizierecke so ein, dass Du gerne übst, mit wertiger und ordentlicher Hardware, z.B. Notenständer, Saxophonständer, Metronom, Stimmgerät, PowerBox/Hifi Anlage.

Nun interessiert mich Deine Erfahrung mit dem Üben, kennst Du bereits meine Tipps? Welchen Tipp findest Du am hilfreichsten? Schreibe Deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.

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