#106 ÜBEN Teil 1 Wie geht das überhaupt?

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#106 ÜBEN Teil 1 Wie geht das überhaupt?

Warum ist üben wichtig?

Eine der ersten Fragen, die ich meinen Schülern stelle, ist die nach dem Üben, üben, was ist das überhaupt? Die Antworten sind vielfältig, und manch einer hat sich noch nie genaue Gedanken darüber gemacht.

Zuerst einmal ist üben eine Form der Wiederholung, und dient im besten Falle dazu, gelernte Inhalte und Handlungsmuster zu vertiefen, zu verbessern und zu automatisieren. Schon seit frühester Kindheit ist das Üben en zentraler Baustein, wenn es darum geht, neue Ding zu erlernen. Sei es Bewegung, laufen, sprechen, etc.

Dies verlangt vielfältige Tugenden: Motiviertheit, Selbstvertrauen, Geduld, Disziplin, Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz.

All diese Begrifflichkeiten lassen sich auch auf das Üben übertragen. Beim Erlernen eines Musikinstrumentes ist das Üben ein zentraler Bestandteil und hier entscheidet die richtige und passende Übestrategie, wie gut oder schnell ich vorankomme und mit welchem Zeiteinsatz ich mein Spiel verbessern kann.

Selbstreflexion: Die Selbstreflexion ist ein erster wichtiger Schritt, um das bisherige Übeverhalten zu analysieren.

Hier gibt es viele unterschiedliche Stereotypen:

  • der „Durchspieler“: d.h. es wird jedes Lied von vorne nach hinten durchgespielt, Fehler werden übergangen, nur das Ankommen am Ende ist wichtig. Diese Herangehensweise ist sehr ineffektiv, da meist der Beginn des Liedes intensiv geübt wird, und mit fortschreitender Dauer die Konzentration abnimmt. Folglich ist das Ende des Liedes meist nicht mehr so gut und fehlerfrei umsetzbar.
  • der Schüler übt nur das, was er schon kann: Natürlich ist es sehr bequem und weniger anstrengend, wenn man nur diejenigen Übungen und Lieder spielt, die man schon länger gut beherrscht. Dies sieht ein bisschen nach Selbstbetrug aus, indem man sich suggeriert, dass man eigentlich gar nicht so schlecht spielt, und schon eine Menge draufhat
  • es wird selten aber dafür sehr lange geübt: Eines der größten Probleme, meiner Schüler. Mir selber erging es früher nicht anders.

Unter der Woche war so wenig Zeit zum Üben. Dann ist schon wieder Saxophonunterricht und man übt schnell nochmal 1-2 Stunden am Tag davor. Diese Methode ist leider sehr wenig zielführend. Denn die Häufigkeit des Übens ist entscheidend und nicht die Dauer.

  • das Ideal: Der Schüler, der im besten Fall täglich übt, 15-20 Minuten pro Tag sind hier schon ausreichend. Wenn diese Zeit strukturiert und sinnvoll genutzt wird, sind vielfältige Fortschritte möglich, auch innerhalb sehr kurzer Zeit.

Wege und Strategien

Wie ist das nun mit dem effektiven Üben? Erfolgreiches Üben verlangt vielfältige Eigenschaften, was ich bereits im Kapitel 1 erwähnt habe: Motiviertheit, Selbstvertrauen, Geduld, Disziplin, Konzentrationsfähigkeit, Frustrationstoleranz. Auf den ersten Blick sind das erstrebenswerte Tugenden, die einiges an Charakterstärke voraussetzen. Jedoch die wichtigste Eigenschaft beim Üben ist einer Meinung nach die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Nur wenn ich in der Lage bin, mir beim Üben selber zuzuhören und mein Spiel zu bewerten, mein künftiges Handeln bestimmen und lösungsorientiert die Probleme angehen. Dies verlangt viel Aufmerksamkeit beim Üben und macht den Schüler im besten Falle zum Autodidakten. Mit einer geeigneten Strategie kann jeder lernen, dauerhaft ein effektives und zielführendes Üben zu praktizieren. Als Lohn werden sich große Fortschritte beim Spielen einstellen. Welche Aspekte sind nun wichtig?

  • die Häufigkeit des Übens
  • ein geplanter Übeablauf oder Choreografie
  • die Umgebung beim Üben Diese 3 Aspekte werde ich im nächsten Video näher erläutern.

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Und wie läuft es bei Dir mit dem Üben? Schreibe mir gerne Deine eigenen Erfahrungen in die Kommentare.

Herzliche Grüße
Katrin

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